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Das bunte Leben am Wiener Würstelstand

Es gibt immer wieder Diskussionen am Gartenzaun: Wie schmeckt das Grillgut besser? Vom schnellen Gasgrill oder vom klassischen Kohlegrill? Oder gibt es geschmacklich etwa gar keinen signifikanten Unterschied?

Handelt es sich nur um einen Grill-Mythos oder schmeckt das Fleisch vom Gasgrill wirklich anders, als wenn es auf dem Kohlegrill zubereitet wird? Beide Grillmethoden haben ihre treuen Anhänger. Die einen schwören auf den Gasgrill – der lässt sich schließlich binnen weniger Minuten anheizen, ist sauber und komfortabel, aber teuer. Andere Griller setzen auf den klassischen Kohlegrill und sind überzeugt, dass das leckere Raucharoma im Fleisch nur hier wirklich zur Geltung kommt.

Der feine Unterschied: Ein Mythos?

Bei Blindverkostungen stellen wir immer wieder fest, dass die Probanden keinen Unterschied zwischen Fleisch vom Kohlegrill und Fleisch vom Gasgrill feststellen können, solange das Grillgut auf beiden Geräten ordnungsgemäß zubereitet wird. Warum ist das so? Kohle macht nichts anderes als sehr große Hitze zu erzeugen, genauso wie der Gasgrill, vorausgesetzt es ist ein guter Gasgrill und kein Billigprodukt. Denn um die für den Grillgeschmack typischen Röststoffe zu bekommen, bedarf es mindestens 300 -350 Grad Celsius. Gute Kohle schafft das spielend, aber nur für eine Zeit von ca. 20 Minuten, danach fällt die Temperatur wieder ab. Gute Gasgriller schaffen diese Temperatur ebenfalls locker, jedoch kann diese über Stunden gehalten werden, also ein klarer Vorteil für den Gasgriller.

Ein weiterer Vorteil des Gasgrillers ist die Möglichkeit, die Temperatur auf die Grad genau einstellen zu können. Gerade bei längeren Garmethoden ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Für welchen der beiden Grills Sie sich aber entscheiden, bleibt vor allem eine Frage des Preises. Grillprofis mit höheren Ansprüchen investieren in einen Gasgrill, der im Prinzip schon eine Outdoor-Küchenzeile darstellt. Für das spontane Grillen, den Ausflug in den Park oder den kleinen Geldbeutel bleibt der traditionelle Kohlegrill dagegen immer noch eine gute Möglichkeit das typische Grillaroma zu bekommen.

Wir haben uns heuer nicht nur unserer Lieblingswurst – der Käsekrainer – gewidmet, sondern auch den Wiener Würstelstand ins Zentrum unserer Herbst-Promotion gestellt. An einigen Ständen gab es die Käsekrainer-to-go aus dem Radatz-Stanitzerl zu verkosten.

Eine Innovation, die sich noch durchsetzen muss. Das kann bei Traditions-Institutionen, ein bisschen länger dauern. Dann wird es aber umso mehr Bestand haben – so hoffen wir zumindest. Der Würstelstand, hierher kommen sie alle, ob Manager, Arbeiter, Pensionist, Tourist oder Spaziergänger. Während so manches Würstel verspeist wird, schüttet man sein Herz aus – von den Stammgästen kennen die Würstelstandler oft die ganze Lebensgeschichte.

Würstelstandler wird man nicht,
das ist man einfach.

So wie die „Würstelmausi“, die nach Abschluss der Handelsakademie ohne viel Vorwissen beschloss, einen Würstelstand aufzumachen und mit viel Fleiß und Einsatz heute gleich zwei besitzt. Oder Jürgen Kedl und Kollege Georg, die als erfolgreiche Jungunternehmer zeigen, dass der Würstelstand jede Menge Zukunftsperspektiven hat. Für den Erfolg entscheidend ist für Erich Schönleitner „die angebotene Qualität seiner Waren“, die er alle von Radatz bezieht. „Schwankende Qualität fällt den Kunden sofort auf.“ Bei der Frage nach der beliebtesten Wurst sind sich alle einig: „Auf jeden Fall die Käsekrainer“, unterstreicht Karl Schar. Und Jürgen Kedl weiß zu berichten, dass „Touristen ebenfalls gezielt nach der Käsekrainer fragen.“ Auch die neuerdings angebotene Käsekrainer-to-go von Radatz im Stanitzel komme gut an. Nach 20 Minuten Grillen am Rost ist sie perfekt – von beiden Seiten schön angebraten und knusprig. Da bleibt genug Zeit zum Plaudern, als Würstelstandler ist man gleichzeitig Gastgeber, Freund, Wirt und Therapeut: „Meine Gäste sind wie eine Familie für mich. Ich sehe ihnen sofort an, ob sie gerade glücklich sind oder Sorgen haben“, ist Mausi sicher.

„Die beliebteste Wurst ist auf jeden Fall die Käsekrainer – ich beziehe alle Waren vom Radatz, das ist eine konstant gute Ware. Schwankende Qualität fällt den Kunden sofort auf!“, erzählt Erich Schönleitner vom Würstelstand „Netzroller“.

Der neue „Renner“ am Würstelstand: Die Käsekrainer-to-go im Radatz im Stanitzel.

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